10. Oktober 2009
Berufsnamen im Alltag
Viele Familiennamen, die für uns alltäglich erscheinen, stammen von Berufsbezeichnungen ab. So hat man zum Beispiel den Mehl mahlenden Müller anstatt mit seinem Namen mit "Müller" gerufen und angeredet. Mit der Zeit hat sich so "Müller" als Nachname beziehungsweise Familienname eingebürgert.
Liste von Familiennamen, die von Berufsnamen abstammen
Müller
Beispiel: Heiner Müller, einer der wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (1929 - 1995)
Schmied beziehungsweise Schmidt
Beispiel: Benno Schmied, deutscher Fußballspieler (1914 - 1995)
Köhler
Beruf: Ein Köhler stellt aus Holz Holzkohle her.
Beispiel: Horst Köhler, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (* 1943)
Fischer
Beispiel: Ottfried Fischer, deutscher Schauspieler (* 1953)
Ziegler
Beispiel: Marcus Ziegler, deutscher Fußballspieler (* 1973)
Zimmermann
Beispiel: Eduard Zimmermann, deutscher Fernsehmoderator (1929 - 2009)
Schneider
Beispiel: Bernd Schneider, ehemaliger deutscher Fußballspieler (* 1973)
Weber
Beispiel: Max Weber, deutscher Jurist, Nationalökonom und Mitbegründer der Soziologie (1864 - 1920)
Wagner
Beruf: Wagner ist eine alte Bezeichnung für den Beruf des Wagenradbauers (Stellmacher).
Beispiel: Richard Wagner, deutscher Komponist und Dramatiker (1813 - 1883)
Becker
Beruf: Becker kann sowohl von dem Beruf des Bäckers oder des Stonebaeckers (Steinbäcker) abstammen als auch ursprünglich jemanden bezeichnet haben, der an einem Bach (beck) wohnt.
Beispiel: Boris Becker, ehemaliger deutscher Profi-Tennisspieler (* 1967)
Schäfer
Beispiel: Axel Schäfer, deutscher Politiker der SPD (* 1952)
Schulz bzw. Schultz
Beruf: Der Nachname Schulz geht auf das mittelalterliche Amt des Schultheiß zurück.
Beispiel: Axel Schulz, ehemaliger deutscher Boxer (* 1968)
Lederer
Beruf: Lederer ist eine veraltete Bezeichnung für Gerber (Verarbeitung von rohen Tierhäuten zu Leder)
Beispiel: Hugo Lederer, deutscher Bildhauer (1871 - 1940)
Schuhmacher
Beispiel: Michael Schumacher, deutscher Automobilrennfahrer (* 1969)
Im englischen finden sich ebenfalls aus der Berufsbezeichnung übernommene Namen, zum Beispiel Taylor (zu deutsch "Schneider"). Taylor kann Vor- als auch Nachname sein.